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Gebete und Gotteshäuser im Islam

Gebete

Das Gebet gilt im Islam als Gottesdienst. Die meisten Musliminnen und Muslime beten fünfmal pro Tag Richtung Mekka. Einige muslimische Gruppierungen reduzieren dies auf drei Gebete pro Tag. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit auf Reisen oder bei Krankheit bestimmte Gebetseinheiten zusammen zu ziehen.

Die Gebetszeiten richten sich nach dem Sonnenstand und verschieben sich daher täglich etwas. Zum gültigen Gebet gehören:

  • die Absicht 
  • die richtige Gebetsrichtung 
  • ein sauberer Gebetsplatz 
  • die richtige Gebetszeit 
  • eine adäquate Kleidung 

Dem Gemeinschaftsgebet wird der Vorzug vor dem Gebet allein gegeben.

Das Gebet gliedert sich in mehrere Teile, die die Anrufung und die Lobpreisung Gottes, auch mit dem Körper, widerspiegeln. 

Viele Musliminnen und Muslime besuchen auch die Moscheen, um dort in Gemeinschaft zu beten. Besonders am Freitag ist dies der Fall, denn das so genannte ?umagebet (arabisch ?uma – Freitag) wird für Männer als Verpflichtung betrachtet und bei Frauen gern gesehen.

Die Pflichtgebete sollen in arabischer Sprache abgehalten werden. Außerhalb dieser Pflichtgebete können Musliminnen und Muslime jederzeit eigene Gebete in ihrer eigenen Sprache formulieren.

Vor dem Gebet vollziehen die Musliminnen und Muslime eine rituelle Waschung (arabisch: wudu, türkisch: abdest).

Moschee

Eine Moschee ist kein sakraler Raum und in ihrer Funktionalität nicht ausschließlich dem Gebet vorbehalten. Sie dient auch dem allgemeinen Austausch der Gemeindemitglieder und der katechetischen Unterweisung. An der Tür der Moschee stehen Regale bereit, in denen die Schuhe abgestellt werden.

Der Moscheeraum ist frei von bildlichen Darstellungen von Menschen oder Tieren. Deshalb ist es für die meisten Musliminnen und Muslime auch wichtig eine solche „bilderfreie“ Zone in den Räumlichkeiten zu haben, in denen sie außerhalb der Moschee beten. Das gilt auch für Kruzifixe oder andere Symbole anderer Religionsgemeinschaften.

In den meisten Moscheen beten die Frauen entweder auf einer Empore oder in einem gesonderten Raum. Üblich ist es auch, dass Frauen hinter den Männern beten.

Kleiderordnung und Verhaltensregeln in Moscheen

Die Moschee wird ohne Straßenschuhe betreten. Da die Musliminnen und Muslime bei ihrem Gebet mit dem Gesicht den Boden berühren, soll auf diese Weise der Raum sauber gehalten werden. Meist finden sich vor dem Gebetsraum Regale, auf denen die Schuhe abgestellt werden. Manche Moscheen bieten auch leichte Pantoffeln an.

In der Moschee gibt es keine Bänke. Falls jemand nicht auf dem Boden sitzen kann, stellt die Gemeinde einen Stuhl oder Hocker zur Verfügung.

Die Gemeinden erwarten eine angemessene Kleidung, das heißt möglichst keine kurzen Röcke oder Hosen sowie keine tiefen Ausschnitte. Üblicherweise sollten auch nicht-muslimische Frauen sich die Haare bedecken. In Deutschland erwarten das allerdings die wenigsten Gemeinden. Hier ist es angebracht, vorher bei der Gemeinde nachzufragen oder sich entsprechend vorsorglich etwas mitzunehmen.

Es gilt als allgemeine Höflichkeit, wenn beim Sitzen in der Moschee die Füße nicht in Richtung der Qibla (Gebetsrichtung), also Richtung Mekka liegen. Auch bei Erklärungen oder einem Kurzvortrag gilt es als unhöflich, dem Redner oder der Rednerin die Füße entgegenzustrecken.

Während des Gottesdienstes konzentrieren sich alle auf das Gebet und unterhalten sich nicht.

Betreten anderer Gotteshäuser

Theologisch steht dem Besuch einer Kirche oder Synagoge nichts entgegen, trotzdem sehen viele Eltern das für ihre Kinder sehr kritisch. Oft rühren diese Ängste von Unwissenheit und Vorurteilen her. In diesem Fall ist es ratsam, örtliche Moscheen und Gemeindeleiter mit einzubeziehen.

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