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Rolle von Mann und Frau im Judentum

In orthodox ausgerichteten jüdischen Gemeinschaften ist die Beziehung zwischen Mann und Frau durch eine strikte Geschlechtertrennung gekennzeichnet. Während sich hier die Frau in der Regel um den Haushalt und die Erziehung der Kinder kümmert, sorgt der Mann für das materielle Auskommen der Familie und widmet sich seinen religiösen Studien. 

In stark religiösen Familien ist der Mann so sehr in das Talmud-Tora-Studium eingebunden, dass seine Frau mit für den Unterhalt der Familie aufkommt. In orthodoxen Gemeinden engagieren sich Frauen zwar auch in bestimmten Institutionen der Synagogengemeinde, etwa dem sozialen Bereich, übernehmen in aller Regel jedoch keine öffentliche Position mit größerer Breitenwirkung, wie zum Beispiel den Gemeindevorsitz. Öffentliche religiöse Ämter wie das des Vorbeters oder des Rabbiners bekleiden Frauen in der Orthodoxie nicht. 

Völlig anders sieht dies in nicht-orthodoxen jüdischen Gemeinschaften aus. Die Geschlechtertrennung machte hier einer Gleichberechtigung Platz, die die Frau von der vergitterten Synagogenempore bis direkt an das Vorlesepult der Tora führte. Engagierte Frauen übernehmen hier Ämter wie Gemeindevorsitz, Lehrerin, Vorbeterin oder Rabbinerin.