x

Schriftgröße ändern

Zum Ändern der Schriftgröße verwenden Sie bitte die Funktionalität Ihres Browsers. Die Tastatur-Kurzbefehle lauten folgendermaßen:

[Strg]-[+] Schrift vergrößern
[Strg]-[-] Schrift verkleinern
[Strg]-[0] Schriftgröße Zurücksetzen

Literatur und Links zum Judentum und jüdischen Festen

Allgemeines

Chajim Halevy Donin (1987): Jüdisches Leben. Zürich, Israel: Morascha Verlag.
Dies Buch gilt als orthodoxes Standardwerk für all diejenigen, die sich mit dem Judentum beschäftigen. Donins Werk ist insgesamt nicht nur gut lesbar, sondern lässt sich darüber hinaus auch als Nachschlagewerk verwenden, z.B. um sich bei Zeitknappheit nochmals Details über bestimmte jüdische Praktiken vor Augen zu führen. Hilfreich dabei ist das Stichwortverzeichnis im Anhang.

Christine Müller (2007). Zur Bedeutung von Religion für jüdische Jugendliche in Deutschland. Münster: Waxmann Verlag GmbH.
Im Zentrum dieser Arbeit steht eine qualitative empirische Untersuchung der Bedeutung von Religion für jüdische Jugendliche in Deutschland.

Efrat Gal-Ed (2001): Das Buch der jüdischen Jahresfeste. Frankfurt am Main: Insel Taschenbuch.
Efrat Gal-Ed schreibt in ihrem liebevoll gestalteten Buch über die historischen, biblischen und theologischen Hintergründe der jüdischen Jahresfeste und gibt dabei einen anschaulichen Einblick in deren jüdische Praxis.

Israel Meir Lau (1990): Wie Juden leben. Glaube, Alltag, Feste. Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus.
Das Buch des früheren aschkenasischen Oberrabbiners Israels gilt im deutschsprachigen Raum neben Donins Schrift als Basiswerk zum orthodoxen Judentum.
Lau beschreibt ausführlich den Tagesablauf eines religiösen Juden mit Blick auf die Ausführung der Gebote und konzentriert sich dabei auf die vorgeschriebenen Gebete. In weiteren Teilen des Buches behandelt er Kaschrut, Segenssprüche – allesamt leider nur auf Deutsch – und diejenigen Gebote, die nur im Land Israel eingehalten werden können. Besonders eingehend beschäftigt er sich mit den jüdischen Festen und dem Schabbat. Ein letzter Teil behandelt Lebensereignisse wie Bescheidung, Bar Mizwa, Eheschließung und Trauer. Im Anhang des Buchs findet sich ein hilfreiches Verzeichnis hebräischer Begriffe nebst deutscher Übersetzung (plus Seitenangaben zu den Begriffen).

Jonathan Romain / Walter Homolka (1999): Progressives Judentum. Leben und Lehre. München: Knesebeck Verlag.
Jonathan Romain, dessen Buch „Faith and Practice: A Guide to Reform Judaism Today“ als Vorlage dieser deutschen Ausgabe diente, beschreibt detailliert Lehre und Praxis des heutigen liberalen Judentums.

Dennis Prager / Joseph Telushkin (1993): Judentum heute. Neun Fragen an eine Weltreligion. Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus.
Dies kleine Taschenbuch beschäftigt sich mit insgesamt neun zentralen Fragen des Judentums. Zwar geht es dabei nicht um eine allgemeine Darstellung des Judentums, dennoch finden sich hier grundlegende Gedanken und Annahmen dieser Religion. Die Autoren behandeln philosophische Themen wie das Zweifeln des Menschen an der Existenz Gottes oder auch die Frage, ob man das jüdische Gesetz einhalten muss, um ein „guter“ Mensch zu sein.

Simon Philip de Vries (1990): Jüdische Riten und Symbole. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag.
Das Buch von de Vries gilt zwar nicht als Klassiker, ist aber dennoch informativ und sehr gut lesbar. Es wird deutlich, dass dem Autor, ein in der Schoa umgekommener holländischer Rabbiner, an einer liebevollen und detaillierten Beschreibung jüdischer Riten und Symbole gelegen ist. Er geht sowohl auf das Äußere einer Synagoge, nämlich ihre baulichen Besonderheiten, als auch ihr spirituelles Innenleben ein. Neben dem Schabbat stellt er geschlossen alle jüdischen Fest- und Gedenktage dar und untermalt dies mit anschaulichen Beschreibungen der dazugehörigen Bräuche.

Bibel und Talmud

N. H. Tur-Sinai (1954): Die Heilige Schrift. Jerusalem: The Jewish Publishing House.
Diese Ausgabe der Heiligen Schrift beinhaltet alle Bücher der Hebräischen Bibel und bringt sowohl das hebräische Original als auch seine deutsche Übersetzung.

Lazarus Goldschmidt (Übersetzer) (1996): Der Babylonische Talmud. Frankfurt am Main: Jüdischer Verlag im Suhrkamp Verlag.
Diese Publikation umfasst den Babylonischen Talmud in zwölf Bänden und basiert auf einer früheren deutschen Übersetzung.

Über den Schabbat

Abraham J. Heschel (1990): Der Sabbat. Seine Bedeutung für den heutigen Menschen. Neukirchen-Vluyn: Neukirchener Verlag.
Abraham Heschel hat mit Schriften wie „Gott sucht den Menschen. Eine Philosophie des Judentums“ oder auch „Der Mensch fragt nach Gott“ für den modernen Menschen eine gleichermaßen in den jüdischen Traditionen wurzelnde, den heutigen Lebensumständen angemessene Perspektive für zeitgenössisches Judentum entwickelt, ohne gleich radikaler Reform zu verfallen.
In „Der Sabbat“ beschreibt Heschel den Schabbat als einen „Tag für das Leben“. Der Mensch habe für sich eine Zivilisation geschaffen, die nicht durch Einhalten der Schabbatverbote abgelehnt, sondern noch übertroffen werden soll. Deshalb ist für Heschel der Schabbat „der Tag, an dem wir die Kunst lernen, über die Zivilisation hinauszuwachsen“.

B. Posen (2005): Hilchos Schabbos. Basel: Verlag Morascha.
Wie der Titel bereits verrät, beschäftigt sich dieses kleine Buch mit den Bestimmungen der erlaubten und verbotenen Tätigkeiten am Ruhetag. Es beschränkt sich auf kurze, prägnante Fragestellungen und ist gut verständlich.

Zum Gebet

Chajim Halevy Donin: Jüdisches Gebet heute. Eine Einführung zum Gebetbuch und zum Synagogengottesdienst. Zürich, Israel: Verlag Morascha.
Donin behandelt in diesem Buch alle wichtigen Fragen zu Gottesdienst und Gebet. Neben Erklärungen zu Bedeutung, Inhalt und Praxis der wichtigsten Gebete finden sich hier auch „Verhaltensregeln“ für den Synagogenbesuch, u.a. eine Beschreibung des Gottesdienstverlaufs.

Abraham J. Heschel (1999): Der Mensch fragt nach Gott. Untersuchungen zum Gebet und zur Symbolik. Neukirchen-Vluyn: Neukirchener Verlag.
Für Heschel ist Religion nicht, „was ein Mensch mit seiner Einsamkeit tut“, sondern was der Mensch „mit der Gegenwart Gottes tut“. In diesem Kontext steht das Gebet als Möglichkeit einer Anbindung des Menschen an Gott. Durch das Gebet, so Heschel, erhebt sich die Seele aus der Enge menschlicher Selbstsucht und befähigt den Menschen, die Welt im Spiegel Gottes zu sehen.

Adin Steinsaltz (1994): A Guide to Jewish Prayer. New York: Schocken Books.

Zur Kaschrut

Shaul Wagschal (2004): Koscher durch das Jahr. Fehmann: Pelican Publishing.
Der Autor gibt einen guten Überblick über die jüdischen Speiseregeln und erläutert an konkreten Beispielen die Führung einer koscheren Küche. 

Links und Adressen zum Judentum

Abraham Geiger Kolleg, Berlin/Potsdam
www.abraham-geiger-kolleg.de 
Das Abraham Geiger Kolleg bildet Rabbinerinnen und Rabbiner, Kantorinnen und Kantoren für liberale jüdische Gemeinden aus.

Allgemeine Rabbinerkonferenz
www.allgemeine-rabbinerkonferenz.de
Dieses Gremium vertritt Rabbinerinnen und Rabbiner nicht-orthodoxer Bewegungen.

Hochschule für Jüdische Studien, Heidelberg
www.hfjs.eu
Die Hochschule für Jüdische Studien bietet eine Vielzahl differenzierter Studiengänge an, zum Beispiel einen Bachelor- beziehungsweise Master-Studiengang Jüdische Studien.

Masorti e.V., Berlin
www.masorti.de
Dieser Verein ist bemüht um die Förderung jüdischer Bildung und jüdischen Lebens und ist der konservativen Bewegung angeschlossen.

Orthodoxe Rabbinerkonferenz Deutschland
www.ordonline.de
Dieses Gremium vertritt orthodoxe Rabbiner in Deutschland.

Union Progressiver Juden in Deutschland, Hannover
www.liberale-juden.de
DieUnion progressiver Juden in Deutschland K.d.ö.R. ist eine Arbeitsgemeinschaft liberaler jüdischer Gemeinden und Institutionen.

Zentralrat der Juden in Deutschland, Berlin
www.zentralratdjuden.de
Der Zentralrat der Juden vertritt als übergeordnetes Gremium jüdische Gemeinden in Deutschland.