Kinder- und Jugendhilfe in der Praxis - TR
Hier gibt's Infos zur Kinder- und Jugendhilfe in der Praxis in der Türkei. Mehr lesen unter
Jugendverbandsarbeit
Überblick über die Strukturen der Jugendverbandsarbeit
Überregionale Jugendverbände
Überblick über die Strukturen der Jugendverbandsarbeit
Der äußerst geringe Organisationsgrad der Jugendlichen ist sicher nicht mit dem Desinteresse der Jugendlichen zu erklären (nur 3,7 % sind Mitglieder in Parteien, nur 2,5 % Mitglieder in einer Organisation mit politischer, sozialer oder kultureller Zielsetzung). Es liegt an den nicht vorhandenen freien Jugendstrukturen und der skeptischen Einstellung den existierenden Organisationen gegenüber. Da der Staat bis vor kurzem den Anspruch hatte, die einzige Organisation zu sein, die Jugendarbeit machen darf, war jeder Versuch, eine Jugendorganisation zu gründen, einfach verdächtig. Weder Gewerkschaften, noch Parteien oder Sportverbände durften Jugendorganisationen und ähnliche Nebenorganisationen unterhalten.
Mittlerweile gibt es eine neue Landschaft von großen Jugendverbänden und Jugendeinrichtungen, die Tag für Tag bunter und vielfältiger wird. Besonders nach dem Erdbeben vom 17. August 1999 ist die Bedeutung von freien Trägern endlich auch für den zentralistischen Staat begreiflich geworden. Bei der Bekämpfung von Katastrophenfolgen wurde es für jeden ersichtlich, wie wichtig die Existenz einer organisierten Bürgerschaft für die Übertragung von gesellschaftlichen Aufgaben ist. In dieser Zeit hat die Nationalagentur Youth for Habitat, eine Kooperation zwischen Kommunalverwaltungen und engagierten Jugendlichen, insbesondere in den Erdbebenregionen eine tatkräftige Unterstützung von staatlichen Stellen erfahren. Youth for Habitat ist mittlerweile landesweit organisiert, verfügt über Räumlichkeiten und Mittel und genießt eine große Anerkennung. Sie hat bereits in zahlreichen Organisationen Jugendparlamente organisiert, die sich an den bildungs- und umweltpolitischen Diskussionen und Aktivitäten in ihren Kommunen beteiligen. Die Jugendlichen, die sich unter dem anspruchsvollen Motto Wir sind nicht nur die Führungskräfte der Zukunft, sondern auch die Teilhaber der Gegenwart in Führungseinheiten dieser Organisation engagieren, sind fast ausschließlich Studierende, die zur Bildungselite gezählt werden können.
Der Verein Europäisches Jugendforum AEGEE ist ebenfalls eine Studentenorganisation, die sich für die Vernetzung mit Europa einsetzt und ihre Aktionen aus Mitteln des europäischen Förderprogramms „Jugend“ finanziert.
Die Zentrale für Jugendservice GSM (Genclik Servisleri Merkezi) ist eine traditionsreiche Organisation, die in Zeiten der Verbote einen kommerziellen Charakter annehmen musste. GSM engagierte sich jahrelang in Form einer kommerziellen Jugendreisegesellschaft für Werkcamps und Jugendreisen weltweit. Jetzt entstehen Jugendclubs, die von GSM gegründet werden und sich Genç-Ev nennen. Genç-Ev organisierte bisher viermal ein Europäisches Jugendfestival in der Türkei. An diesen Festivals nahmen Jugendliche aus zahlreichen Ländern Europas teil. Das 5. Festival, das im Dezember 2003 stattfinden sollte, musste wegen fehlender Finanzmittel abgesagt werden. In Zusammenarbeit mit British Council - Ankara organisiert GSM ein Projekt zur Förderung der Partizipation von Jugendlichen. Dieses Projekt trägt den Titel YES (Youth Energy Synergy).
Die politischen Parteien verfügen inzwischen über zum Teil gut organisierte und aktive Jugendabteilungen. Die Republikanische Volkspartei (CHP), die Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP), die rechtsextremistische Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP), aber auch die Arbeiterpartei der Türkei (TIP) haben bereits funktionierende Jugendstrukturen. Eine weitere nationalistisch/islamistisch orientierte Jugendorganisation, die in der Türkei verboten ist, aber in Europa ihren Ableger hat, ist die Nationale Jugendorganisation der Türkei (Türkiye Milli Genclik Teskilati). Diese Organisation ist in Deutschland nicht verboten und hat nach eigenen Angaben über 30 000 Mitglieder.
Überregionale Jugendverbände
Offiziell gibt es in der Türkei keinen überregionalen (nicht parteipolitischen) Jugendverband, der das ganze Spektrum der Jugendarbeit in sich birgt. Die Bemühungen, einen Nationalen Jugendring wie man ihn in Deutschland kennt, zu gründen, dauern an und erste Erfolgsmeldungen sind schon da. Mittlerweile sind in vielen Provinzen der Türkei die Provinzjugendringe gegründet worden, in denen mehrere regionale Jugendvereine vertreten werden. Die erste konstituierende Sitzung des Nationalen Jugendrings soll 2004 stattfinden.
(siehe Kapitel Überblick über die Strukturen der Jugendverbandsarbeit)
Politische Bildung
Eine außerschulische politische Jugendbildungsarbeit im Sinne der in Deutschland praktizierten Arbeit gibt es in der Türkei nicht. Nur das Ministerium für Jugend und Sport, einige wenige Stiftungen sowie freie Träger auf dem Feld des Umwelt- und Katastrophenschutzes verfügen offiziell über die Kompetenz und die Mittel für politische Bildungsarbeit der Jugendlichen. Alles, was aus diesem Rahmen fällt, ist inoffiziell beziehungsweise illegal.
Kulturelle Bildung

Für die außerschulische kulturelle Jugendbildung sind ebenso wie für die politische Jugendbildung nur das Ministerium für Jugend und Sport oder das Kultusministerium autorisiert.
Es gibt ein paar Verbände oder Vereine mit der Zielsetzung kultureller Arbeit, jedoch nicht als Jugendorganisationen und nicht speziell für die kulturelle Jugendbildung.
Link
www.undp.org.tr/Gozlem2.aspx?WebSayfaNo=1741 - Website des UN Development Programme mit Informationen zu dem Programm Alliances for Cultural Tourism (ACT) in Kars zur Mobilisierung des kulturellen Sektors in Ost-Anatolien
Sport
Sport ist auch in der Türkei eines der Lieblingsthemen und eine der Lieblingsbeschäftigungen der Mehrheit der Jugendlichen.
Der Umfrage Turkish Youth 1998 – The Silent Majority Highlighted der Konrad Adenauer Stiftung in der Türkei von 1998 zufolge steht "Sport treiben" bei den Jugendlichen an zweiter Stelle, wobei 80 Prozent der Sportinteressierten aus männlichen Jugendlichen bestehen. Fußball, Basketball und Volleyball sind die beliebtesten Sportarten unter den Jugendlichen. Etwa die Hälfte der Jugendlichen, die einem Sportverein angehören, spielen Fußball, während 18 Prozent Basketball und 9 Prozent Volleyball spielen. Auch die Verteidigungssportarten Karate, Judo und Taekwondo genießen einen hohen Beliebtheitsgrad. Andere Sportarten wie Wasserport (4,6 %) oder Natursportarten sind nicht so verbreitet.
Sportverbände, Sportvereine und -clubs durften bis zur Veröffentlichung der Verwaltungsanordnung zur Anerkennung der Jugendclubs zwar Jugendmannschaften bilden, aber keine Jugendorganisationen unterhalten. Es gibt bisher keine Dachorganisation der Sportjugend in der Türkei. Ansprechpartner ist das Ministerium für Jugend und Sport.
Jugendsozialarbeit und Hilfen für Kinder
Jugendsozialarbeit ist kein verbreiteter Fachbegriff in der Türkei. Das Ministerium für Familien- und Sozialpolitik ist hauptsächlich für Bereiche zuständig, die unter den Bereich Erziehungshilfen fallen, und vertritt insbesondere die Interessen von Kindern bis 12 Jahre, die der Pflege bedürfen, Waisen sind oder aus anderen Gründen nicht bei ihren Familien leben können.
Aufgrund einer Vereinbarung mit dem Ministerium für Kultur und Tourismus haben Kinder, die unter die Zuständigkeit des Ministeriums für Familien- und Sozialpolitik fallen, freien Eintritt in Museen, Ausgrabungsstätten, staatlichen Theatern und anderen hinstorischen Stätten. Ebenso dürfen sie, gemäß eines Protokolls mit dem Jugend- und Sportministerium, kostenfrei die Sportstätten in den Städten nutzen.
Um obdachlose Kinder und Jugendliche kümmert sich auch die halbstaatliche Institution für Kinderschutz (Türkiye Cocuk Esirgeme Kurumu).
Jugendinformation
Informations- und Beratungszentren für Kinder und Jugendliche
Kinder- und Jugendmedien
Internationale Kooperationen
Informations- und Beratungszentren für Kinder und Jugendliche
Das ehemalige Generaldirektorat für Jugend und Sport hat im April 1998 in einem Rundschreiben an die Provinzdirektionen angeordnet, Jugendinformations- und Beratungszentren zu errichten. Das Ziel dieser Zentren ist es, "den Jugendlichen im Alter von 12 bis 24 Jahren, aus allen Teilen der Gesellschaft, eine Anlaufstelle zu bieten, die ihnen bei ihren sozialen, psychischen und anderen Problemen zur Seite stehen und in denen ihnen durch zu diesem Zweck ausgebildete Fachkräfte die notwendige Unterstützung und Hilfe angeboten wird". In den Informations- und Beratungszentren stehen nach dem Bericht ausschließlich Fachkräfte zur Verfügung. Es wurde in allen Provinzdirektionen die Anweisung gegeben, umgehend solche Zentren zu errichten.
Eurodesk Türkei, der türkische Ableger des europäischen Informations- und Beratungsnetzwerks für junge Leute, ist derzeit der wichtigste Anbieter im Bereich Jugendinformation. Das türkische Netzwerk umfasst 102 Partner in 59 Städten des Landes.
Website der Abteilung Jugenddienste (Genclik Servizleri Merkezi, GSM) des Generaldirektorats für Jugend im Ministerium für Jugend und Sport: http://www.gsgm.gov.tr
Kinder- und Jugendmedien
Seit der Aufhebung des staatlichen Monopols für Rundfunk und Fernsehen 1993 hat sich eine Vielzahl privater Sender etabliert. Die Medienlandschaft dieser Sender wird wirtschaftlich von ein Paar wenigen Konzernen beherrscht. Sie verfolgen naturgemäß überwiegend kommerzielle Interessen, die entsprechende Auswirkungen auf die Qualität der Programminhalte haben. Es gibt auch einige private Sender, die politische Interessen verfolgen (zum Beispiel eigene Sender von Parteiführern oder von politischen Gruppen).
Die Pressefreiheit ist verfassungsrechtlich verankert, ist aber durch verschiedene Gesetze (zum Beispiel durch das Antiterrorgesetz und das Pressegesetz) eingeschränkt. Der Hohe Rundfunk- und Fernsehrat (RTÜK), ein staatliches Gremium, hat ausgedehnte Aufsichtsbefugnisse und kann bei einem Verstoß gegen die Regeln und Bestimmungen Strafmaßnahmen verhängen.
Trotz der vielfältigen Medienlandschaft existieren keine speziellen Zeitschriften, Radio- oder Fernsehsender für Jugendliche. Lediglich einige Pop- und Klatschblätter erscheinen speziell für Jugendliche. Es gibt immer mehr Sonderprogramme, überwiegend Diskussionsveranstaltungen, zu jugendrelevanten Fragen und Problemen in einigen Radio- und Fernsehsendern. Einige wenige Zeitungen und Zeitschriften von politischen Jugendorganisationen erscheinen in sehr dürftigen Auflagen und einige von ihnen bewegen sich in der Grauzone zwischen Illegalität und Legalität.
Internationale Kooperationen
Die Abteilung Jugenddienste (Genclik Servizleri Merkezi, GSM) des Generaldirektorats für Jugend im Ministerium für Jugend und Sport vertritt die Türkei im Netzwerk ERYICA (European Youth Information and Counselling Agency), dem europäischen Jugendinformationszentrum mit Sitz in Paris. Das Netzwerk bietet den Rahmen für europäische Kooperationsvorhaben zwischen den Strukturen der Jugendinformationsarbeit.
Außerdem ist die Türkei Mitglied im europäischen Informations- und Beratungsnetzwerk Eurodesk, das Auskunft zu europäischen Strukturen und Förderprogrammen gibt und in den beteiligten Ländern mit nationalen Daten ergänzt wird.
Kinder- und Jugendreisen
Reiseverhalten der Kinder und Jugendlichen
Jugendherbergen und andere Jugendunterkünfte
Reisetipps und -informationen
Reiseverhalten der Kinder und Jugendlichen
Die Jugendlichen in der Türkei reisen gern. Jugendliche, die im Rahmen eines Jugendaustauschprogramms ins Ausland gehen, schätzen sich nach eigenen Angaben sehr glücklich. Das Reisen ins Ausland ist aber aufgrund der damit verbundenen Kosten nicht für alle erschwinglich.
Die beliebtesten Reiseziele der Jugendlichen aus der Türkei sind Europa und die USA. Die Reise nach Deutschland hat einen besonderen Stellenwert. Türkische Jugendliche, die Deutschland besuchen, zeigen sich sehr beeindruckt und sind meistens angenehm überrascht. Nur die europäische Küche – ausgenommen Fastfood – kann sie nicht begeistern. Der wichtigste Jugendaustauschpartner der Türkei ist Deutschland. Mit Ägypten, Palästina, Japan, Nordzypern, Litauen, Norwegen und einigen Turkstaaten bestehen ebenfalls internationale Kontakte.
Jugendherbergen und andere Jugendunterkünfte
Insgesamt betrachtet sind die Unterkünfte in der Türkei preiswert. In jedem größeren Ort befindet sich mindestens eine gute, saubere Unterkunft für Gäste aus dem Ausland. Ein ausgebautes Netz von Jugendhotels und Jugendherbergen wie in Deutschland findet man in der Türkei noch nicht, jedoch diverse Hostels und Unterkünfte, die das Label des Internationalen Jugendherbergsverband HI International tragen. Es gibt keinen nationalen Jugendherbergsverband.
Das Generaldirektorat für Jugend beim Ministerium für Jugend und Sport verfügt über fünf internationale Jugendlager sowie mehrere Jugendhotels. Die Provinzdirektorate für Sport und Jugend haben gute Unterbringungsmöglichkeiten in ihren Provinzen. Die kommerziellen jugendgerechten Unterkünfte sind preisgünstig und teilweise sehr gut ausgestattet. Für Jugendaustauschmaßnahmen in der Türkei ist der Familienaufenthalt sehr empfehlenswert, da die internationalen Gäste immer sehr gut versorgt werden. So erhalten die Jugendlichen einen Einblick in den original türkischen Alltag und in das Familienleben.
Reisetipps und -informationen
Jugendliche, die in die Türkei reisen, sollten auf jeden Fall ihre (internationalen) Schüler- oder Studentenausweise mitnehmen. Für Schüler und Studierende gibt es in der Regel bei den staatlichen Verkehrsmitteln, Einrichtungen, Museen und auch zum Teil Unterkünften Ermäßigungen.
Die Körber-Stiftung in Hamburg ist eine der wichtigsten Informationsquellen für alle, die fundierte Kenntnisse und Informationen über die Türkei einholen möchten. Sie verfügt über eine große Sammlung von Publikationen, Fachliteratur, Kontaktadressen und versierten Fachkräften und stellt allen Interessenten einen großen Erfahrungspool zur Verfügung. Darüber hinaus ist die Förderung von Schüleraustauschprogrammen sowie von bestimmten Projekten mit modellhaftem Charakter durch die Körber-Stiftung möglich.
Das Deutsch-Türkische Jugendwerk bietet kostenlosen Service und versucht in allen Fragen, insbesondere bei der Kontaktaufnahme, bei Buchungen, Reservierungen und Informationsfragen behilflich zu sein.
Gençtur und GSM sind als Jugendreiseveranstalter empfehlenswert. Sie sind kommerzielle Gesellschaften und verkaufen ihre Dienstleistung. Gençtur und GSM verfügen über deutsch- beziehungsweise englischsprachiges Personal und über gute Kontakte.
Für jugendliche Reisegruppen empfiehlt es sich, vor dem Reiseantritt auch mit den türkischen Generalkonsulaten in Deutschland Kontakt aufzunehmen.
Internationale Jugendarbeit
Zentrale Einrichtungen und Organisationen
Zusammenarbeit mit Deutschland
Internationale Zusammenarbeit
Zentrale Einrichtungen und Organisationen
Die zentrale Einrichtung und Kontaktstelle für internationale Jugendarbeit ist das Generaldirektorat für Jugend und Sport. Die Kompetenz liegt allein bei dieser Behörde.
Für den Sportjugendaustausch ist die Konföderation der Amateur-Sportverbände eine gute Adresse. Auch Gençtur, Anatur und GHM sind als Jugendreiseveranstalter empfehlenswert. Allerdings sind dies kommerzielle Gesellschaften, die ihre Dienstleistung verkaufen.
Zusammenarbeit mit Deutschland

Die gemeinsame Ressortvereinbarung zwischen dem Bundesministerium für Frauen und Jugend der Bundesrepublik Deutschland (heute: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend - BMFSFJ) und dem Generaldirektorat für Jugend und Sport beim Ministerpräsidenten der Republik Türkei (Gençlik ve Spor Genel Müdürlüğü, abgekürzt GSGM) über jugendpolitische Zusammenarbeit vom 18. April 1994 bildet die aktuell gültige Grundlage für die jugendpolitische Zusammenarbeit beider Länder.
Weitere Informationen zum aktuellen Stand der internationalen jugendpolitischen Zusammenarbeit auf Ressortebene auf der Website von IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.
Internationale Zusammenarbeit
Ein Länderschwerpunkt der Türkei in der internationalen Zusammenarbeit ist die Bundesrepublik Deutschland. Es finden zahlreiche Jugend- und Schüleraustauschmaßnahmen, Begegnungen, Workcamps sowie ein Austausch von Fachkräften statt. Bilaterale Multiplikatorentreffen, Freiwilligendienste und Hospitationen stehen auf dem Programm. Informationen zu Fachkräfteprogrammen bei IJAB.
Im April 2003 wurde ein Protokoll zur Förderung des Jugendaustauschs zwischen Griechenland und der Türkei unterzeichnet.
Von 2008 bis 2010 haben das Generaldirektorat für Jugend und Sport und der Nationale Rat für Jugendfragen Schweden (Ungdomsstyrelsen) im Projekt " Jugendpolitik - Zusammenarbeit zwischen der Türkei und Schweden" zusammengearbeitet. Ziel war, die Kenntnisse über die Lebensbedingungen der jungen Menschen im jeweils anderen Land zu verbessern. Mehr Informationen dazu (in Englisch, pdf-Dokument, etwa 300 KB) hier ...
Die Türkei hat außerdem die Zusammenarbeit mit Aserbaidschan ud Marokko initiiert, in dessen Rahmen gegenseitige Besuche und Fachkräfteprogramme sowie künstlerische und kulturelle Austauschprogramme veranstaltet wurden.
Mit der Volksrepublik China wurde ein Abkommen über Jugendaustausch unterzeichnet. 2012 wurde in der Türkei zum China-Jahr, 2013 in China zum Türkei-Jahr erklärt.
Die Türkei ist Programmland im EU-Programm JUGEND IN AKTION und nimmt auch an den Programmen Leonardo da Vinci und Sokrates teil. Türkische Jugendliche, Studierende, Lehrlinge und Lehrkräfte können Projekte entwickeln oder Studien- und Lehraufenthalte in der Europäischen Union und den anderen teilnehmenden Ländern verbringen. Türkische Institutionen und Jugendorganisationen können Jugendliche aufnehmen oder in anderer Form mit europäischen Institutionen oder Jugendorganisationen kooperieren.
2010 wurde in der Türkei das Projekt "Die türkische Jugend im Ausland trifft auf ihre ursprüngliche Kultur und Geschichte" ins Leben gerufen. Im Rahmen des Projekts nehmen im Ausland lebende türkische Jugendliche an einem geschichts- und kulturorientierten Programm teil. 2011 sollen Jugendliche aus der Schweiz, Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Australien, Nord-Zypern, Kasachstan, Kirgisistan, Usbekistan und Turkmenistan in die Türkei eingeladen werden.


