Projektdokumentation

In der Projektdokumentation findet sich eine Vielzahl ausgewählter Projekte der internationalen Jugendarbeit. Die Beispiele sollen Anregungen, konkrete Hinweise und direkte Kontakte geben. Nachahmen erwünscht!

Hanna & Chloé. Ein deutsch-französischer Comic

Kontakt

BKJ - Bundesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V.
Ansprechpartner: Ulrike Münter
Remscheid
Fon: 02191 794397
muenter(at)bkj.de
http://www.bkj.de

Projektart

Fachkräfteaustausch

Projektzeitraum

15.02.2003 - 21.02.2003

Projektort

Carnon (bei Montpellier) und Berlin

Ebene

binational

Teilnehmerprofil

Teilnehmende, Alter 15-50 Jahre


Kurzbeschreibung

Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums des Deutsch-Französischen Jugendwerks haben sich die beteiligten Partner Ceméa, Jugendkunstschule ATRIUM und BKJ zusammengetan, um einen deutsch-französischen Comic zu realisieren. Ziel dieses Projektes war es, unter der Beteiligung von vier Künstlern und einer deutsch-französischen Teilnehmergruppe einen Comic zu entwickeln, der als Medium der gegenseitigen Verständigung genutzt und dem deutsch-französischen Netzwerk als Hilfsmittel zur Verfügung gestellt werden kann. In zwei Projektphasen haben 22 Teilnehmende, Teamer und vier Künstler intensiv zusammengearbeitet und der Geschichte von „Hanna und Chloé“ allmählich Inhalt und Form verliehen.

Ergebnis war ein 48-seitiger Comic, der ausgehend von einer deutsch-französischen Freundschaftsgeschichte die Besonderheiten der Kindheit und Jugend, Erziehung, Ausbildung und sozialen Prägung in Frankreich sowie in Deutschland aufzeigt und einander gegenüberstellt.

Die zweite Begegnung fand vom 11. bis 18.4.2003 in Berlin statt.

Methoden

Zu Beginn des Projektes waren nur formale Grobstrukturen vorgegeben. Der Inhalt wurde in einem interkulturell reichhaltigen Prozess vollständig von den Teilnehmenden erarbeitet: angefangen bei der Wahl der Protagonistinnen und ihres familiären Umfeldes bis hin zu konkreten Szenen und Anekdoten, die oftmals Lebenserfahrungen der Teilnehmenden widerspiegelten. Insgesamt entstand so ein Gesamtwerk, in dem so mancher Teilnehmende biografische Spuren hinterlassen hat. Parallel zu diesen inhaltlichen Gestaltungsprozessen war der Wunsch entstanden, den Arbeitsprozess näher zu dokumentieren und eine Gruppe mit der Konzeption und Gestaltung einer Abschlussausstellung zu beauftragen. Es wurden Materialien gesammelt, Fotos zusammengestellt und Texte geschrieben. Das Ergebnis am Abschlussabend konnte sich sehen lassen und wurde im Anschluss weiterentwickelt, um schließlich im Rahmen des Internationalen Comic-Festivals Berlin im August 2003 präsentiert zu werden.

Vor- und Nachbereitung

Insgesamt gab es drei Vorbereitungs- beziehungsweise Koordinierungstreffen der beteiligten Partner und Künstler: 1. Konzeptionelle Grobplanung; 2. Konkrete Vorbereitung der ersten Projektphase Carnon; 3. Auswertung der ersten und konkrete Vorbereitung der zweiten Projektphase Berlin.

Angesichts der Komplexität des Projektes und der Vielfalt der jeweiligen Erwartungen und Ansprüche war eine intensive Vorbereitung unter Beteiligung der Teamer und Künstler unbedingt notwendig.

Finanzierung

Deutsch-Französisches Jugendwerk, Eigenmittel der beteiligten Träger, Teilnahmebeiträge

Kooperationspartner

Jugendkunstschule ATRIUM Berlin; Ceméa, Paris / Frankreich

Ergebnisse und Dokumentation

Neben dem Comic und der parallel entstandenen Ausstellung gibt es zahlreiche Fotos, Zeichnungen, einen Beitrag von Radio France International sowie einen 1-minütigen Beitrag des Senders arte.