Internationale Jugendarbeit und Mobilität

Zentrale Einrichtungen und Organisationen

Mädchen sitzt auf der Straße auf einer Kiste und schaut in eine Landkarte.
Mädchen sitzt auf der Straße auf einer Kiste und schaut in eine Landkarte.Bild: langll / pixabay.com

Für die Umsetzung der Aktionsprogramme der EU ist die dem Ministerium für Nationale Bildung unterstellte Rumänische Nationalagentur für Gemeinschaftsprogramme im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung (ANPCDEFP) verantwortlich. Sie ist somit zuständig für die nationale Verwaltung, Verteilung und Vergabe der Rumänien zustehenden EU-Mittel zur Umsetzung der europäischen Programme in den Bereichen Bildung, berufliche Weiterbildung und Jugend. In diesem Rahmen ist sie seit 2013 für die Abwicklung des Projekts Erasmus+ im Zeitraum 2014-2020 und die Verwaltung der EEA-Grants zuständig. Darüber hinaus ist sie auch an nationalen Gesetzesvorschlägen bzw. -änderungen beteiligt, wie zum Beispiel bei der Einführung des Volontariats-Gesetzes. Bestandteile der Nationalagentur sind unter anderem:

Rumänien ist außerdem Mitglied in folgenden europäischen und internationalen Jugendorganisationen bzw. Initiativen:

Zusammenarbeit mit Deutschland

Die Deutsch-Rumänische Gesellschaft e.V. organisiert einmal jährlich einen zwei- bis dreiwöchigen Schüleraustausch, sowie unterschiedliche Studienreisen für junge Menschen nach Rumänien.

Der 1992 gegründete Verein Rumänien Soforthilfe e.V. unterstützt bei dem Aufbau von Kinderheimen und Krankenhäusern, fördert Einrichtungen und Projekte der örtlichen Jugendschutzkommission und organisiert Jugendaustauschprojekte, wie zum Beispiel das Jugendprojekt zum Abbau von Vorurteilen in Lippa finanziert durch das EU-Programm „Jugend in Aktion“.

Die Botschaft von Rumänien in Deutschland bietet eine Auflistung der Deutsch-Rumänischen Vereine beziehungsweise Gesellschaften.

Universitäre Partnerschaften existieren zwischen der

Deutschsprachige Minderheit in Rumänien

Das Deutschtum in Rumänien war erst nach dem Ersten Weltkrieg zahlenmäßig von Bedeutung, da die Gebiete mit hohem deutschsprachigem Bevölkerungsanteil wie das Banat und Siebenbürgen erst durch den Vertrag von Trianon und nach dem Ungarisch-Rumänischen Krieg Teil Rumäniens wurden. Umsiedlung und Flucht am Ende des Zweiten Weltkriegs, die Emigration aufgrund der Unterdrückung während der Zeit des Kommunismus sowie die Massenauswanderung nach der Rumänischen Revolution 1989 reduzierten die Zahl der Deutschen in Rumänien stark. Von ehemals etwa 800.000 Rumäniendeutschen lebten 2011 nach Angaben des letzten Zensus noch etwa 36.000 im Land. Das Demokratische Forum der Deutschen in Rumänien (DFDR) hat 2017 das Strategiepapier Forum 2030 entworfen – eine Jugendstrategie des Forums, die mit seiner Jugendarbeit einen Beitrag zur Zukunftssicherung der deutschen Minderheit und zugleich einen Beitrag zur persönlichen Entwicklung der Jugendlichen leisten will.